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Japanische International Schule - Düsseldorf
Durch die zunehmende Zahl von Übergriffen und Gewalttaten ist die Sicherheit an den Schulen in unserem Lande zu einem heiß diskutierten Thema geworden. Elternvereine und Polizei fordern schärfere Zugangskontrollen und bessere Sicherheitskonzepte. Die seit 1971 im Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel ansässige Japanische Internationale Schule hat in Zusammenarbeit mit Mitsubishi Electric ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt und realisiert, das einen optimalen Schutz vor ungebetenen Eindringlingen bietet.
Ausschließlich japanische Kinder, in der Regel die Sprößlinge von Geschäftsleuten, besuchen die Ganztagsschule im Stadtteil Niederkassel. Ihr Aufenthalt in Deutschland beschränkt sich in der Regel auf einige Jahre. Die meisten Schüler besuchen die Japanische Schule bis zur Mittelschule. Nach deren Abschluss kehren die meisten nach Japan zurück oder wechseln auf die Internationale Schule im benachbarten Kaiserswerth.
Noch vor einigen Jahren waren die Schultore weit geöffnet und das Gelände während der Schulzeit für jeden zugänglich. Leider stieg damit auch die Zahl der Fremden und Unbefugten auf dem Schulgelände – ein Sicherheitsrisiko, das man nicht länger hinnehmen konnte und wollte. Denn anders als an vielen deutschen Schulen ist hier nicht Gewalt unter Schülern oder Vandalismus das Problem. Auch fern des Heimatlandes legen die japanischen Pennäler eine hohe Disziplinien an den Tag. Vielmehr herrscht unter Lehrern, Eltern und Schülern ein hohes Schutzbedürfnis und Sicherheitsdenken. Genährt wurde dieses u. a. durch Amokläufe von Eindringlingen an Schulen im asiatischen Raum.
Zunächst glaubte man eine geeignete Lösung gefunden zu haben: ein Zutrittskontrollsystem mit Türdrücker und Gegensprechanlage sowie einer s/w-Kamera, die Bilder auf den Monitor in der Pförtnerloge sendete.
Doch angesichts rund 400 Schüler und weiterer 50 Lehr- und Verwaltungskräfte, die täglich in die Schule eingelassen werden wollten, erwies sich dieser Ablauf als zu zeitaufwendig und außerdem völlig unzulänglich.
Peter Langhein, Produktmanager Security bei Mitsubishi Electric, kümmerte sich persönlich um die Realisierung einer neuen Lösung. „Gefragt war ein System, das einfach in die bestehende Sicherheitsanlage integriert werden konnte. Die neuen Produkte und die vorhandene Anlage mußten kompatibel sein. Umgekehrt musste etwa die bestehende Torkamera in das neue System integriert werden können“, beschreibt Peter Langhein die Vorgaben für die Entwicklung.
Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Schule entschied man sich für ein neues, umfassenderes Zutrittskontrollsystem. Zunächst machte man sich an die Lösung von Problem Nr. 1, dem hohen Zeitaufwand. Die Wahl fiel auf kontaktlose Chipkarten kombiniert mit einem neuen Videoüberwachungssystem. Alle regulären Schulbesucher, also Schüler, Lehrer, Büro- und Verwaltungskräfte, erhielten einen Chip-Schlüsselanhänger, der zum Betreten der Schule vor einen kontaktfreien Leser gehalten werden muss. Als Erfassungsgerät wurde IF-231 von Interflex Datensysteme GmbH & Co. KG gewählt. Die auf dem Chip gespeicherten Daten werden kontrolliert und überprüft, ob einer Person Zutritt gewährt wird oder nicht. Somit wird der Person automatisch durch einen elektrischen Türöffner der Zutritt ermöglicht. Darüber hinaus werden die Daten direkt in einem PC festgehalten, sodass auch im Nachhinein schnell und unkompliziert nach verdächtigen Personen gesucht werden kann.
Die Chip-Schlüsselanhänger haben unterschiedliche Farben, sodass auf den ersten Blick erkennbar ist, ob sie Schülern, Schulangestellten oder Besuchern gehören. Jeder Chip ist mit einer Code-Nummer versehen, die auf der Rückseite eingedruckt ist. Wird ein Chip gefunden, kann die Schulverwaltung den Besitzer durch Eingabe des Codes in eine Datenbank feststellen. Bei Verlust kann der Chip für das System gesperrt und so Missbrauch verhindert werden. Dank dieses Systems müssen die Schultore heute nicht mehr aufwendig über Monitor überwacht werden. Alle Besucher ohne Chip nutzen weiter das alte Türdrückersystem.
Ein weiterer großer Nachteil des alten Systems war die Beschränkung der Überwachung auf den vorderen Eingangsbereich.
Alle weiteren Eingänge mussten zusätzlich bewacht werden, um Fremde vom Betreten abzuhalten. Außerdem wurden keine Überwachungsbilder aufgezeichnet, etwa für spätere Identifikationszwecke. Um diese große Sicherheitslücke zu schließen, wurden weitere Kameras installiert. Neben der Außenkamera am Haupttor brachte man drei Mitsubishi BDC 4803VFD Farb-Dome-Kameras an den wichtigsten Schuleingängen an. Die CCD-Kameras ermöglichen eine Überwachung der Bereiche aus jedem Blickwinkel. Die unauffälligen Geräte fügen sich hervorragend in ihr Umfeld – so fühlen sich die Schüler nicht ständig beobachtet. Diese Kameras sollen auch ermöglichen, im Nachhinein nachvollziehen zu können, welchen Weg mögliche Eindringliche genommen haben und in welchen Räumen sie sich aufgehalten haben. Am Haupttor wurde allerdings eine s/w-Kamera angebracht, denn hier herrschen wechselnde Lichtverhältnisse; außerdem wird hier auch nachts aufgezeichnet.
Die Kameraüberwachung erfolgt heute rund um die Uhr. Die vier Kameras sind mit dem Mitsubishi DX NT400E verbunden, einem leistungsstarken, wartungsfreien digitalen Langzeitrekorder, der bis zu 25 Bilder pro Sekunde aufzeichnet. Die Aufzeichnung der Bilder der s/w-Kamera startet über Motion-Detection und Alarmkontakt, z. B. dann, wenn ein Chip eingesetzt wird.
Mitsubishis Vierkanal-DX NT400E hat sich als perfekte Lösung für die Schule herausgestellt. Nicht nur weil es potenzielle Eindringlinge schon vorher abschreckt, sondern auch weil das System dank der anwenderfreundlichen Software DX-PC25 ohne Probleme in das bestehende Netzwerk der Schule integriert werden konnte. So ist es heute möglich, dass gleich mehrere Personen die aufgezeichneten Bilder auf ihrem Rechner ansehen und kontrollieren können. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Betrachtungsvarianten, etwa der Splitdarstellung aller vier Kanäle gleichzeitig, oder aber nur von Bildern einer Kamera.
Ein weiterer Vorteil des DX NT400E ist die austauschbare interne Festplatte. Ist sie voll, wird sie durch eine neue Festplatte ersetzt und einen Monat lang im Archiv festgehalten. Ist diese dann ebenfalls voll, kommt Festplatte Nr. 1 wieder zum Einsatz etc. Auf diese Weise kann einen Monat lang auf die aufgezeichneten Bilder zugegriffen werden.
Der DX NT400E kann bis zu 25 Bilder pro Sekunde aufzeichnen und verfügt über zwei wählbare Alarmaufzeichnungs-Voreinstellungen-Einstellungen: „alarm channel“ und „alarm plus“. Nutzer können hinsichtlich der Kameras Prioritäten setzen und im Falle eines Alarms eine spezifische Aufzeichnungsgeschwindigkeit auswählen. Last but not least ist der digitale Rekorder durch seine kompakten Abmessungen äußerst platzsparend und eignet sich so auch überall dort, wo Platz knapp ist.
Verwendete Geräte:
Mitsubishi Electric NT400
- Wartungsfrei
- Optionaler HDD-Wechselrahmen
- Onboard-Netzwerkanbindung
- Aufzeichnungssystem: Digital Wavelet, 720x288 Pixel
- Bildaufzeichnung: 25 Bilder/Sek. inkl. Bewegungserkennung
- Abmessungen in mm (B x H x T): 300 x 343 x 88
- Alarmaufzeichnung über Bewegungserkennung und Alarmkontakte
- 5-stufige Bildqualitätswahl
Mitsubishi BDC 4803VFD Farb-Dome-Kameras
- 1/3 Zoll Sony Super HAD Chip
- 480 Linien Farbe
- 12 V DC Versorgungsspannung +/- 10% / ca. 180mA
- Einfache Decken- oder Wandmontage
- Weiss Balance
- Abmessungen: 120mm diagonal
- Gehäuse in Weiss oder Schwarz lieferbar
Kartenlesegerät IF-231
Chipkarten



